3.9.: Ein Glaube, eine Taufe, ein Herr. Kapellengespräch zum Unterschied evangelisch – katholisch

3.9.: Ein Glaube, eine Taufe, ein Herr. Kapellengespräch zum Unterschied evangelisch – katholisch

Dienstag, 3. September 2019, 20.00 Uhr, Kapelle der Kaiser-Wilhel-Gedächtnis-Kirche, Breitscheidplatz

Noch vor wenigen Generationen hängten evangelische Christen vielerorts an hohen katholischen Feiertagen vormittags demonstrativ ihre Wäsche zum Trocknen in den Vorgarten oder Katholiken putzten an evangelischen Feiertagen wie Buß- und Bettag kurz vor 10 Uhr ebenso demonstrativ ihre Fenster. Konfessionsverschiedene Ehen waren in vielen Familien undenkbar und ökumenische Gottesdienste sehr selten. Misstrauen und Fremdheit prägten das Verhältnis der beiden großen Konfessionen noch in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als viele evangelische Flüchtlinge neu in traditionell katholischen Gegenden heimisch wurden und umgekehrt. Erst in den 1960er und 1970er-Jahren änderte sich das. Mit dem 2. Vatikanischen Konzil öffneten sich die Kirchen zueinander und ein Prozess der stetigen Annährung begann. Heute ist Ökumene zwischen evangelischer und römisch-katholischer Kirche fast überall so selbstverständlich, dass selbst ökumenische Kirchentage, wie wir ihn 2021 in Frankfurt am Main wieder feiern werden, keine Sensation mehr sind. Zahlreiche gemeinsame Dokumente, Verträge und offizielle Papiere dokumentieren die Nähe der beiden großen Konfessionen. An der Gedächtniskirche werden bei Gottesdiensten zu besonderen Anlässen fast immer katholische Mitwirkende eingeladen, gelegentlich auch zum Predigen.
Was unterscheidet evangelische und römisch-katholische Kirche eigentlich noch – außer dass die einen einen Papst haben und die anderen Pastorinnen? Wo liegen die theologischen und organisatorischen Differenzen? Was trennt die beiden Konfessionen so sehr, dass sie bis heute nicht gemeinsam zum Tisch des Herrn gehen dürfen?
Hierüber sprechen die Theologin Claudia Höfig und der Politikwissenschaftler Dr. Thomas M. Schimmel.

 

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